Wenn Algorithmen Geschichten erzählen – Produktfilmproduktion im Zeitalter der KI

Herzstück der Inszenierung war ein kreativer Produktfilm mit dem besonderen Umstand, dass der gewählte Markenbotschafter – die historische Figur Li Ching-Yuen – längst nicht mehr lebt. Für die Umsetzung wurde er als AI-Avatar auf Basis eines Datenmodells digital rekonstruiert. Dabei kamen recherchierte Bildreferenzen, historische Archivfotos und authentische Beschreibungen zum Einsatz, um eine lebensechte Erscheinung zu erzeugen.
Die AMA AI Media Agency bietet diese Leistung für Marken in jeder Branche an – vom virtuellen Unternehmensgründer über historische Persönlichkeiten bis hin zu fiktionalen Figuren. Der Vorteil: Storytelling gewinnt an Tiefe, weil ein Avatar die Rolle des Erzählers übernimmt, das Publikum direkt anspricht und so die Markenbotschaft emotional verankert.
Im Fall von Li Ching-Yuen wurde darauf geachtet, dass die digitale Darstellung mit Respekt vor der historischen Figur umgesetzt wird. Da es sich um eine seit langem verstorbene Persönlichkeit handelt, wird kein reales Persönlichkeitsrecht verletzt. Vielmehr dient die Rekonstruktion der kulturellen und erzählerischen Kontextualisierung – vergleichbar mit der szenischen Darstellung in Dokumentarfilmen oder Theaterstücken.

Effizienzgewinne ohne Qualitätsverlust
Mit klassischen Produktionsmethoden hätte eine Umsetzung dieser Dimension – sieben asiatische Drehorte, darunter Berglandschaften in Sichuan, Dörfer in Guangxi oder tropische Wälder in Südostasien – enorme logistische und zeitliche Ressourcen erfordert. Neben Reiseplanung, Genehmigungen und Teamkoordination wären auch passende Wetterstimmungen oder die saisonale Blütezeit bestimmter Pflanzen aufwendig abzustimmen gewesen. Die virtuellen Locations entstanden hingegen mithilfe generativer Bild- und Filmsysteme, die fotorealistische Texturen und dynamische Kamerafahrten erzeugen. So konnten Szenen in kurzer Zeit realisiert und in kreativen Varianten gestaltet werden, die in der Realität kaum umsetzbar wären.

Lizenzierte Stimmen statt rechtsfreier Grauzonen
Für den Off-Kommentar kam eine KI-lizenzierte Stimme zum Einsatz – ein rechtlich einwandfreier Ansatz, bei dem der Sprecher für die Nutzung seiner Stimme vergütet wird. Damit wird deutlich, dass KI-Produktionen nicht im rechtsfreien Raum stattfinden. Die gesamte Umsetzung basierte auf lizenzierten Werkzeugen – von der Musik, die per KI-Prompting generiert und ordnungsgemäß lizenziert wurde, bis zu den exklusiv für den Auftraggeber erstellten visuellen Elementen.

Kreative Freiheit und visuelle Dichte
In der filmischen Erzählung begleitet das Publikum einen Forscher auf seiner Reise zu den Ursprüngen von Shòu Lè Kãng: von den Terrassenfeldern Südchinas über die Gipfel des Himalaya und den Dschungel mit vielblütigem Knöterich, zu den Ebenen des Astragalus, den Wäldern Koreas mit Ginseng, Aronia-Plantagen und den Feuchtgebieten des „Tigerkrauts“ Centella asiatica. Als Erzähler tritt Li Ching-Yuen auf, verkörpert durch den digitalen Markenbotschafter – den AI-Avatar der historischen Persönlichkeit.

Li Ching-Yuen, in China als legendärer Kräuterexperte bekannt, soll Berichten zufolge über zwei Jahrhunderte gelebt haben. Er widmete sein Leben der Erforschung und Anwendung heilender Pflanzen, darunter Ginseng, Knöterich und Goji-Beeren, und wurde so zum Symbol für Vitalität und Langlebigkeit. Im Film führt er als charismatische Leitfigur zu den Schauplätzen und erklärt die Bedeutung jeder Zutat.
Jede Station wurde mit einer visuellen und dramaturgischen Tiefe inszeniert, die real nur mit großem logistischen Aufwand, exakter Wetterplanung und Berücksichtigung saisonaler Blütezeiten möglich wäre. KI eröffnete hier den Raum für flexible Variationen, neue Perspektiven und sofortige dramaturgische Anpassungen.

Globale Skalierbarkeit auf Knopfdruck
Da Shòu Lè Kãng international vertrieben wird, konnten Synchronfassungen in mehreren Sprachen erstellt werden – unter Beibehaltung von Lippenbewegung und Intonation des AI-Avatars. Was sonst separate Drehs oder aufwendige Postproduktion erfordert, wurde hier automatisiert und in höchster Qualität umgesetzt.

KI als Partner, nicht als Ersatz
Diese Produktion verdeutlicht, dass sich derzeit eine grundlegende Veränderung der Produktionsmethoden etabliert: KI ermöglicht die effiziente und kreative Umsetzung von Medienprojekten unterschiedlichster Art. Ziel ist es, professionellen Medienschaffenden ein innovatives Werkzeug an die Hand zu geben, das Ideen schneller, vielseitiger und ressourcenschonender realisiert – nicht, Arbeitsplätze zu ersetzen. Das Kreativteam übernahm nicht nur die erzählerische Konzeption, die historische Recherche zu Li Ching-Yuen und die dramaturgische Ausarbeitung, sondern auch die gesamte Prompting-Arbeit für Bilder, Videosequenzen, Musik, Stimme und Geräusche. Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass solch umfassende Produktfilme mit wenigen Klicks entstehen – tatsächlich erfordert ihre Umsetzung fundiertes Fachwissen, präzise Steuerung der KI-Tools und interdisziplinäre Zusammenarbeit. KI fungierte hier als Verstärker dieser Arbeit – vergleichbar mit dem Übergang von analoger zu digitaler Fotografie.

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